Ich habe gerade die erste Folge gesehen und möchte jetzt einfach meine Meinung kundtun.
Die Fälle:
Psychiatrischer Fall:
Der Fall war nicht gut, aber auch nicht unbedingt schlecht. Richtig gefalllen hat er mir eigentlich nicht. Warum, weiß ich nicht so recht, aber irgendwie hat mich die Geschichte nicht wirklich angerührt. Klar ist es traurig, dass die Frau ihren Sohn durch einen Gehirntumor verloren hat, aber irgendwie nervte micht dieser geistesabwesende Zustand, der durch das Video im Kaufhaus hervorgerufen wurde.
Kinderwunschfall:
Der war gut, am Anfang ziemlich lustig *räusper* und dann gab es auch noch so schöne Verwicklungen. Außerdem wurde das Verhältnis von Naomi und Jackson gut eingebaut.
Geburtsfall:
Addisons erster Fall in der neuen Umgebung war ganz gut. Man konnte durchaus mit dem Vater und der Tochter mitfühlen. Etwas komisch waren ein paar medizinische Sachen allerding zwar. Warum zum Beispiel kommt der Vater mit seiner Tochter in die Praxis und geht nicht in eine Klinik? Und dann diese Akupunktursache, ich muss mich mal näher damit beschäftigen. Ich habe da ja nicht so die Ahnung von, aber ein bisschen komisch war es irgendwie. Und dann der Kaiserschnitt in diesen Raum (Sterilität?) und mit den gegebenen Instrumenten. Naja, aber gut alles in allem ganz nett.
Insgesamt ging es in allen drei Fällen wohl eher darum, die Rollen vorzustellen und deren Beziehungen bzw. die Potenziale in den Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Was mich noch gewundert hat, waren die Auftritte von Cooper. Er war nach dem Kaiserschnitt da und dann auch bei dem Psychfall. Mhm, war das von der zeitlichen Kontinuität stimmig? Es kam mir irgendwie seltsam vor, aber genau weiß ich es nicht. Es ist zwar egal, aber es hinterließ so ein komisches Gefühl bei mir.
Charaktere:
Addison: Tanzend *cool*und dabei nackt und so aufgekratzt (nachdem sie so depressiv war wegen unerfüllten Kinderwunsch ect.). Auch ihre Rede am Ende des Tages, als sie die anderen „überzeugen“ wollte, dass sie bleibt. Luastig! Man konnte sie in dieser Folge nur mögen und ich glaube, es war echt gut sie aus dem Seattle Grace Hospitel wegzuholen und ihr eine neue Umgebung zu verpassen. Der Charakter der addison kann definitiv eine Serie ziehen!
Pete: Mhm, ihn interessiert es wie die gute Addy nackt aussieht, aber er will unbedingt eine Bestätigung, dass sie nicht wegen seinem Kuss gekommen ist. Ein Romanze zwischen den beiden ist ja quasi abzusehen und könnte auch ganz interessant werden.
Violet: wie gesagt ihren Fall fand ich nicht so gut, aber ihre Gespräche mit den Kollegen und dem Kaufhausverkäufer sind klasse. Der Charakter ist so schön verkorkst („I am not a stalker“ *hehe*), aber wen wundert das bitte bei einem Psychiater?
Cooper: Der ist ja nett, er wollte schließlich Addy gleich freundlich begrüßen, das ist auf alle Fälle schon mal symphatisch. Und dann waren da noch so Schwingungen, dass er etwas für Violet übrig hat, interessant.
Naomi: Das Zusammenspiel mit ihrem Exmann fand ich gut. Die Thematik um die Scheidung (plus Schuldzuschiebungen) und trotzdem zusammen arbeiten, hat definitiv etwas. Komisch, dass sie den anderen nichts von Addy gesagt hat, aber das wurde zu einer interesssante Nebengeschichte (Addison muss sich beweisen). Die Diskussion der anderen 4 war übrigens genial!
Jackson: Netter Hund. *grin* und auch interessant, dass er nebenan von Addy wohnt und sich entsetzt auf den Boden wirft, wenn er sie nackt sieht. So schlecht kann doch der Anblick nicht sein.
Und kann es sein das da Schwingungen zwischen ihm und der Krankenhausärztin waren, oder interpretiere ich zuviel hinein?
Dell: Also doch nicht nur Eyecandy. Das ist ganz gut so. Allerdings ist erstaunlich, was er alles so macht: Telefon ect., Händchenhalter und gynäkologische Assistenz. Wie das wohl bezahl wird?
Fazit:
Wer Grey’s Anatomy mag und Addison nicht gänzlich hasst, hat gute Karten diese Serie auch zu mögen. Interessante Charaktere gibt es definitiv und Potential für (Ver-)Entwicklungen ist da. Nette Fälle der Woche wird es definitiv auch geben. Crossover mit Grey’s Anatomy sind bestimmt auch drin.
Und auch wer mit Grey’s Anatomy nichts anfangen kann, kann ruhig mal reinschalten, schließlich ist es keine Krankenhausserie.
Ingesamt muss man sogar sagen, dass es recht unmedizinisch für eine Arztserie ist, was ja durchaus gut sein kann. Ich denke, es wird einfach mehr um die Beziehungen der Charaktere gehen, als um wirklich interessante medizinische Fälle. Solange sich das nicht in eine zu starke Soaprichtung entwickelt, kann es trotzdem durchaus eine gute Serie werden!
Bewertung:
4 von 5 Addys
(Bemerkung dazu: Das ist erstmal mein Bewertungssystem für diese Serie, mir ist bis jetzt noch nichts besseres eingefallen. Bei House wäre es dann sowas wie x von 5 Vicodin z.B.)