Viel zu tun…

September 30, 2007

Die Woche war echt stressig!

1. Viele meiner Lieblingsserien hatten diese Woche Staffelpremiere (kritiken folgen) und haben mich in Entzücken versetzt.

2. Lernen, lernen, lernen

3. Ich musste das gute Wetter, was zeitweise herrschte, im Garten genießen. (Ich hab mir sogar ganz leicht den rechten Arm verbrannt, was natürlich schon wieder weg ist.) Jetzt regnet es ja wieder.

4. Neben diesen „Hobbys“ hab ich ja auch noch anderes Zeug zu tun.


Filmbewertungen (38. Kalenderwoche)

September 24, 2007

Ich hab letzte Woche zwei aktuelle Filme angeschaut, die ich einfach mal kurz bewerten möchte:

Das Bourne Ultimatum:

Ich habe ihn angeschaut, weil ich die ersten beiden Teile auch schon gesehen habe und ich Matt Damon seit „Der talentierte Mr. Ripley“ und Julia Stiles (von deren größeren Rolle ich positiv überrascht war) sowieso mag. Ich habe ihn als sehr spannend von Beginn an gefunden, ein guter Action-Thriller eben.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten

Rezept zum Verlieben:

Grund fürs Anschauen war eigentlich Catherine Zeta-Jones. Im endeffekt hat es sich als ein netter Film erwiesen, der einfach was fürs Herz ist.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten

Punkteskala:

0 – nicht anschaubar
1 – unerträglich mies
2 – wirklich schlecht
3 – schlecht
4 – gerade so anschaubar
5 – neutral
6 – okay
7 – gut, unterhaltsam
8 – sehr gut
9 – nahezu perfekt
10 – perfekt, ein Klassiker


Per Anhalter durch die Galaxis – Douglas Adams (1979)

September 23, 2007

Warum hat mich niemand eher darauf hingewiesen dieses Buch zu lesen? Ich meine, klar ich wusste, dass es gut sein soll, kannte diverse Anspielungen wie 42 und das eine Person Arthur heißt, aber das war es auch schon. Und nun lese ich dieses Büchlein und verschlinge es in einem Rutsch, weil es spannend, witzig und interssant ist. Ich mag ja sowieso Science-Fiction ganz gerne, was wohl daran liegt, dass ich in einer Star-Trek-Familie groß geworden bin. So fiel es mir nicht schwer, auf die teils absurden Gedankengänge einzugehen. An manchen Stellen muss man versuchen, ihnen zu folgen und sie zu verstehen und andere wiederum muss man einfach akzeptieren und schon macht so ein Buch richtig Spaß!

Und zu meiner großen Freude habe ich danach beim Googeln entdeckt, dass es noch einige Fortsetzungsbücher gibt! Juhu, ich fand es nämlich echt schade, als es vorbei war. Das Nachfolgebuch ist schon bestellt und wird sehnsüchtig erwartet!


Und sonst so?

September 22, 2007

Ich war heute fleißig! Jaja, soll vorkommen. Ich habe ganz artig das Blutkapitel aus meinem Buch gelernt. Sehr schön.

Und jetzt fang ich einfach mal an „Per Anhalter durch die Galaxis“ von D. Adams zu lesen, das soll ja recht lustig sein und der Prolog des Buches hat mich dreimal zum Lachen gebracht, also wird es wohl stimmen.

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass langsam die neue TV-Season beginnt? Ab nächste Woche geht es richtig los, mit neuen Folgen von Grey’s Anatomy, House, ER, Bones, Boston Legal, Criminal Minds, Las Vegas, Heroes, Desperate Housewives, Brothers & Sisters und Shark! *freu*


Im Westen nichts Neues – Erich Maria Remarque (1928)

September 22, 2007

Ich habe das Buch gelesen. Ich finde es interessant, mitreißend und gut. Es mit diesen positiven Adjektiven zu beschreiben, fällt mir allerding etwas schwer angesichts des Inhalts, der Geschichte, die der Auto erzählt. Paul ist tot und im Westen gibt es nichts Neues. Der erste Weltkrieg ist ohne Zweifel schrecklich gewesen, unsinnig, wie jeder andere Krieg davor und danach.

In meinem Geschichteleistungskurs ging es einige Stunden, um die Entstehung, die Ursachen, die Folgen des Krieges, aber um den Krieg selbst ging es fast nie. Warum auch? Das er schrecklich
ist, muss man ja eigentlich nicht erwähnen.

Remarque tut es aber! Er beschreibt es. Er erzählt grausige Details, die ich ohne Zweifel seinen eigenen Erfahrungen im Krieg zuordnen will, niemand kann sich solche Dinge ausdenken. Er hat den Krieg überlebt, aber Paul ist tot.

Mehr kann ich eigentlich nichts schreiben. Ich habe es gelesen und darüber nachgedacht und muss wohl noch einige Zeit über so manche beschriebene Sache nachdenken.

Hier nun die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht habe und Zitate aus dem Buch, die ich markiert habe:

„Dieses Buch soll weder eine Anklage
noch ein Bekenntnis sein.
Es soll nur den Versuch machen,
über eine Generation zu berichten,
die vom Kriege zerstört wurde –
auch wenn sie seinen Granaten entkam.“

1. Kapitel:

- viele Namen
- komisch (Tod, Essen, Toilettengang)
- einfache verständliche Sprache
- das Buch soll keine Anklage sein, klingt aber in Bezug z.B. auf Klassenlehrer so
- Beschreibung des Todes
- Alter ein wichtiges Motiv
- Gefühle + Gefühlskälte? Verrohung
- Überlebenswille

2. Kapitel:

- Krieg besonders schwer für Jugend? – kein vorheriges Leben (Beruf, Frau, Kinder), in das man nach Krieg zurück kann, kein Selbstbild, keine Sachen, die einen am wirklichen Leben (zu Hause) festhalten, verwurzeln
- Kontrast: Vorstellungen und Realität
- was macht das Militär aus der Persönlichkeit? – gut um durch den Krieg zu kommen?
- Anpassung der Jugend schneller
- Ausbildung in Kaserne hart, aber Vorbereitung
- Tod sehr eindringlich beschrieben (Kloss im Hals, obwohl es ja klar war, das er stirbt)

3. Kapitel:

- Gegensatz: Zivilist – Soldat -> Veränderung
- Veprügelung (gemischte Gefühle)

„Und wenn du einem Menschen ein Stückchen Macht gibst, dann geht es ihm ebenso; er schnappt danach. Das kommt ganz von selber, denn der Mensch ist an und für sich zunächst einmal ein Biest, und dann erst ist vielleicht noch, wie bei einer Schmalzstulle, etwas Anständigkeit draufgeschmiert.“

4. Kapitel:

- Menschentiere
- Front
- Beschreibugen werden ausführlicher, echter, plastischer -> man merkt, dass es eigene Erfahrungen sind
- Schreie der Pferde berührt sie so sehr (komisch)
- Kampf um sein Leben auf Friedhof (interessante Schauplatzwahl)
- Gasangriffe (Erinnerung: vor langer Zeit in der Schule im Chemieunterricht Dokumentation gesehen, wie und welche Gase im 1.WK das erste Mal angewendet wurden)
- Verwundeten (ohne Chancen, nur noch Schmerz) -> keine Erlösung durch Erschiessen (wie bei Pferden) -> bei Menschen machen sie es nicht (müssen mehr Leiden als Tiere)

„Das sage ich euch, es ist die allergrößte Gemeinheit, daß Tiere im Krieg sind

„Ich krieche nur noch tiefer unter den Sarg, er soll mich schützen, und wenn der Tod selber in ihm liegt.“

5. Kapitel:

- Bildung Beruf, was eigentlich danach? -> Desinteresse an allem nach dem Erlebten
- Kameradschaft

„Albert spricht es aus. »Der Krieg hat uns für alles verdorben.« Er hat recht. Wir sind keine Jugend mehr. Wir wollen die Welt nicht mehr stürmen. Wir sind Flüchtende. Wir flüchten vor uns. Vor unserem Leben. Wir waren achtzehn Jahre und begannen die Welt und das Dasein zu lieben; wir mußten darauf schießen. Die erste Granate, die einschlug, traf in unser Herz. Wir sind abgeschlossen vom Tätigen, vom Streben, vom Fortschritt. Wir glauben nicht mehr daran; wir glauben an den Krieg.“

6. Kapitel:

- Särge für zukunftige Verluste bereit (krass)
- Kampfbeschreibungen: omfg
- warten-Kampf-danach (ich habe immer schneller gelesen, wollte das es endlich vorbei ist, durchatmen als Kapitel vorbei (vorher Luft angehalten? Fühlte sich so an)

„Ebenso zufällig, wie ich getroffen werde, bleibe ich am Leben. Im bombensicheren Unterstand kann ich zerquetscht werden, und auf freiem Felde zehn Stunden Trommelfeuer unverletzt überstehen. Jeder Soldat bleibt nur durch tausend Zufälle am Leben. Und jeder Soldat glaubt und vertraut dem Zufall.“

„Wir sind verlassen wie Kinder und erfahren wie alte Leute, wir sind roh und traurig und oberflächlich – ich glaube, wir sind verloren.“

7. Kapitel:

- Frauen
- Heimaturlaub -> Vorrausschau für Zeit nach dem Krieg, wie Integration danach?, Ignoranz (? -> könnten sie es besser wissen?) der Daheimgebliebenen

„In Wirklichkeit vergessen wir nichts. Solange wir hier im Felde sein müssen, sinken die Fronttage, wenn sie vorbei sind, wie Steine in uns hinunter, weil sie zu schwer sind, um sofort darüber nachdenken zu können. Täten wir es, sie würden uns hinterher erschlagen; denn soviel habe ich schon gemerkt: Das Grauen läßt sich ertragen, solange man sich einfach duckt; aber es tötet, wenn man darüber nachdenkt.“

„Wir tun das nicht, weil wir Humor haben, sondern wir haben Humor, weil wir sonst kaputt gehen. Die Kiste wird ohnehin nicht mehr allzulange halten, der Humor ist jeden Monat bitterer. Und ich weiß: all das, was jetzt, solange wir im Kriege sind, versackt in uns wie ein Stein, wird nach dem Kriege wieder aufwachen, und dann beginnt erst die Auseinandersetzung auf Leben und Tod.“

„Wo blieben wir, wenn uns alles ganz klar würde, was da draußen vorgeht.“

8. Kapitel:

- Kaiser (ist es nicht oft so?)
- Warum eigentlich Krieg? – eigentlich doch das Schlimmste woran man an der Front denken kann wg. Sinnlosigkeit
- „Mord“? Schuld, Gesicht des Feindes

„»Ich glaube, es ist mehr eine Art Fieber«, sagt Albert. »Keiner will es eigentlich, und mit einem Male ist es da. Wir haben den Krieg nicht gewollt, die andern behaupten dasselbe – und trotzdem ist die halbe Welt feste dabei.«“

„Jetzt sehe ich erst, daß du ein Mensch bist wie ich. Ich habe gedacht an deine Handgranaten, an dein Bajonett und deine Waffen – jetzt sehe ich deine Frau und dein Gesicht und das Gemeinsame. Vergib mir, Kamerad! Wir sehen es immerzu spät. Warum sagt man uns nicht immer wieder, daß ihr ebenso arme Hunde seid wie wir, daß eure Mütter sich ebenso ängstigen wie unsere und daß wir die gleiche Furcht vor dem Tode haben und das gleiche Sterben und den gleichen Schmerz -. Vergib mir, Kamerad, wie konntest du mein Feind sein. Wenn wir diese Waffen und diese Uniform fortwerfen, könntest du ebenso mein Bruder sein“

Aber wenn ich davonkomme, Kamerad, will ich kämpfen gegen dieses, das uns beide zerschlug: dir das Leben – und mir -? Auch das Leben.“

10. Kapitel:

- Ärztebild

Erst das Lazarett zeigt, was der Krieg ist.“

11. Kapitel:

- warum wieder an die Front? Reicht es nicht langsam?
- Flüchten! – Kameradschaft, Verantwortlichkeit?
- alle anderen tot

„Wir sind Soldaten und erst später auf eine sonderbare und verschämte Weise noch Einzelmenschen.“

12.Kapitel:

- bald vorbei?! -> überlebt, was dann?
- er ist tot -> Schock (hätte ich nicht erwartet, schließlich war er der „Erzähler“, ist zwar kein Grund, aber nein, daran habe ich nie gedacht -> Zusammenhang mit Leben des Autors??? (auch tot trotz des Überlebens?)

„Er fiel im Oktober 1918, an einem Tage, der so ruhig und still war an der ganzen Front, daß der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden.“

Ich weiß natürlich, dass man Autor und den Erzähler in der Literatur nicht gleichsetzten soll, darf oder was auch immer, aber die autobiografischen Züge lassen sich meiner Meinung nach einfach nicht bestreiten. Ich glaube jetzt nicht, dass er einen französischen Soldaten erstochen hat und ihm beim Sterben zusah, wie Paul es musste, aber ich glaube, dass viele Gefühle die Paul bzgl. Krieg, Jugend, Kameradschaft usw. beschreibt Remarques bzw. seiner Kameraden Gefühle im Krieg waren.

Edit: Habe gerade gelesen, dass er den wegen einer Verwundung den Krieg nur am Rande erlebte und seine Geschichte aus Erzählungen anderer Soldaten herrührt. Ist eigentlich egal: Die Erlebnisse sind real, er hat sie in Worte gefasst.

Fazit: Lesen und darüber nachdenken!